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The Peace & Plenty 23" 76" Minuten von allem außer Entspannung.
   
Geschichte
 

Die Geschichte der Insel Exuma in den Bahamas ist voll von Geschehnissen, die auch heute noch einen wichtigen Teil der Kultur der Insel ausmachen. Peace and Plenty ist stolz, Ihnen an dieser Stelle einen kurzen geschichtlichen Überblick in fünf Teilen anbieten zu können. Außerdem werden Sie entdecken, dass unser Resort und unsere Spezialangebote in vielen Fällen die Geschichte und Kultur der Insel Exuma reflektieren.


Die Lucayan Indianer
Über die prekolumbianische Zeit ist wenig bekannt, aber es wird allgemein angenommen, dass Exuma, wie andere Bahamas Inseln, von friedlichen Lucayan Indianern bevölkert wurde, die auf der Flucht vor einem Konflikt mit den kriegstreibenden Kariben nordwärts kamen. Obwohl allgemein angenommen wird, dass der Name Exuma indianischen Ursprungs ist, ist die genaue Herkunft nicht klar.

Die Ankunft der Spanier im Anschluss an Kolumbus' Reisen brachte die ersten einschneidenden Veränderungen nach Exuma und die Inseln der Gegend. Nahezu alle Lucayan Indianer wurden gefangen genommen, versklavt und in den Feldern und Mienen des spanischen Länder in Hispaniola und dem trockenen Zentral- und Südamerika zur Arbeit gezwungen. Die Bahamas blieben leer und als wertlos betrachtet bis etwa 1648 einige Engländer, die sich selbst als Eleutherische Abenteurer beschrieben, den nördlichen Teil der Insel, die heute Eleuthera genannt wird, besiedelten. Obwohl die britischen Siedlungen wuchsen und in den folgenden Jahren New Providence and Harbour Island hinzukamen, blieben die meisten der äußeren Inseln bis Ende des 18ten Jahrhunderts nahezu unbesiedelt. Auf Exuma gab es einige Salzgewinnungsanstrengungen in der Nähe von Ocean Bight und den drei Saltsteichen auf Little Exuma.

Die Loyalisten aus Amerika
Während des größten Teils des 18ten Jahrhunderts wurden die Bahamas, die mitten in den karibischen Seewegen liegen, von den Briten und Spaniern umkämpft - eine Angelegenheit, die erst mit dem Versailler Vertrag von 1783 beigelegt wurde. Mit diesem Abkommen gewann England das unumstrittene Recht auf die Bahamas, wofür es die Halbinsel Florida an Spanien abtrat.

Später, mit der Ankunft der britischen Loyalisten aus dem kolonialen Amerika (1783) erlebte Exuma seinen zweiten großen Umbruch. Mit der Einwanderung der Loyalisten begann eine neue Ära und der Grundstein für Exumas Geschichte wurde gelegt. Die amerikanische Revolution war zuende und das Ergebnis der britischen Niederlage war, das viele Kolonisten, die der britischen Krone treu geblieben waren, in große Schwierigkeiten gerieten. Des Landesverates angeklagt und für schuldig befunden, wurde ihr Eigentum konfisziert, sie wurden von den Nachbarn geschmäht und waren gezwungen, die Kolonien zu verlassen, einschießlich Florida, das gerade vorher an Spanien abgetreten wurde. In dem Bemühen, seinen unglücklichen Untertanen auszuhelfen, bot die britische Regierung finanzielle Entschädigung und umfangreiche Landüberlassungen in den nahezu menschenleeren Bahamas an.

Etliche dieser gebeutelten Loyalisten kamen nach Exuma und da die meisten aus den Karolinen, Georgia und Florida kamen, war der Anbau von Baumwolle ihre Hoffnung für die Zukunft. England hungerte nach Baumwolle, zahlte hohe Preise und die Mühlen in Manchester waren voll ausgelastet, um die hohe Nachfrage zu befriedigen, was den Loyalisten die Möglichkeit bot, ihre Verluste in den amerikanischen Kolonien wettzumachen. Fast 15 Jahre lang, von der Mitte der 80er Jahre des 18ten Jahrhunderts bis zur Jahrhundertwende, blühte Exuma auf. Mit einigen wenigen Ausnahmen, war die gesamte Insel in loyalistische Länderein aufgeteilt, welche größtenteils per Brandrodung freigelegt wurden und welche Feld für Feld für den Baumwollanbau genutzt wurden. Diese neuen Landbesitzer brachten Ihre Sklaven aus den Kolonien mit auf die Insel, denn die Sklavenarbeit war notwendig, um die Baumwollwirtschaft blühen zu lassen. Weitere Sklaven wurden aus West-Afrika importiert und es gab einen kleinen Sklavenmarkt bei der damaligen Bowe's Taverne, von der es heißt, dass sie dort stand, wo das heutige Peace and Plenty Hotel steht.

In dieser wohlhabenden Zeit war Exuma eine lebhafte Hafenstadt. Es gab mindestens zwei Händler, Walter Brown und Thomas Teffair and Co., bei denen es umfangreiche Lager von Kleidung, Lebensmitteln und Haushaltsgeräten aus England zu kaufen gab. Schiffe verließen den Hafen direkt in Richtung London und Liverpool, beladen mit Baumwolle und in vielen Fällen auch Passagieren. Und natürlich gab es auch einen lebhaften Bootsverkehr von und nach Nassau, dem Sitz der Regierung. Die Loyalisten, die inzwischen die Mehrheit der britischen Bevölkerung auf den Bahamas ausmachten, übernahmen langsam aber sicher - nach etlichen politischen Machtkämpfen - die Führung der Generalversammlung. Exuma war mit drei gewählten Mitgliedern seit 1784 in der Versammlung vertreten. Etliche Exumianer nahmen eine prominente Stellung in der Politik der Kolonie ein und John Kelsall, aus Little Exuma, wurde 1794 zum Sprecher der Versammlung ernannt.

Es gibt keinen Hinweis darauf, dass die Plantagenhäuser auf Exuma in irgendeiner Weiser groß oder imposant waren. Vielleicht beschlossen die Loyalisten erst einmal mit bescheidenen Behausungen anzufangen, bevor sie später, wenn die neuen Geschäfte florierten, erweitert oder neu gebaut werden könnten. Die vermutlich umfangreichsten Anlagen der Ära waren das Kelsall Anwesen auf Little Exuma und die Anwesen auf Crab Cay, von denen angenommen wird, dass sie von William Walker erbaut wurden. Viele der alten Mauern und Fundamente anderer Anwesen können noch heute auf Exuma entdeckt werden.

Über die gesamte Länge von Great und Little Exuma wurde eine Straße gebaut, die ziemlich genau dort verlief, wo auch heute der Queen's Highway verläuft. Jeder Landbesitzer war für den Teil der Straße verantwortlich, der durch sein Grundstück lief, was dazu führte, dass sie nicht immer in gutem Zustand war. Während der meiste Verkehr auf der Insel per Pferd stattfand, waren einige Anwesen, die auf der Rückseite der Insel lagen, auf den Transport per kleinem Segelboot entlang der Küste angewiesen.

Einige der Exuma Loyalisten hatten Ländereien hier, verbrachten aber einen Großteil Ihrer Zeit in Nassau mit Handel, Geschäften oder der Juristerei und ließen Ihre Baumwollgeschäfte von einem Aufseher leiten. Andererseits gab es aber auch Vollzeitbürger auf der Insel und die prominenteren von ihnen könnten mit einer Art Exuma Handelskammer verglichen werden. Sie zeigten ein aktives Interesse an den Angelegenheiten der Insel, dienten als Straßenkommissare, in einem Kommitee für den Bau einer Kirche, als Abgeordnete in der Generalversammlung, usw. Die Akten dieser Zeit sind voll mit solch Namen wie John Kelsall, Jacob Winfree, Charles Dames, Thomas Forbes, John Mowbray, Walter Brown, Nathaniel Hall, Nicholas Almgreen, William Clarke, Martin Jollie, Benjamin Morley und John Stewart.

1791 wurde der Generalversammlung in Nassau ein Gesetzentwurf vorgelegt, "um ein Stück Land auf der Insel Exuma zu erwerben und dort eine Stadt zu gründen." Das Gesetz wurde 1792 verabschiedet und die Stadt 1793 gegründet. Der neue Ort wurde nach König George III von England "Georgetown" benannt (damals in einem Wort geschrieben).

Damals war die Anglikanische Kirche, in der auch die Loyalisten den Gottesdienst besuchten, Staatsreligion. Die Gesellschaft für die Verbreitung des Gospels, die anglikanische Missionsorganisation, schickte 1787 den Reverend Twining nach Exuma. Nach der Betreuung durch verschiedene Missionare wurde 1802 eine Kirche errichtet und geweiht. Die heutige St. Andrew's Kirche soll die dritte Kirche auf diesem Standort sein. Die Anglikaner kümmerten sich nie um die Sklaven und erst in den früher 1880er Jahren entwickelten sich "abtrünnige" Kirchen - die Baptisten und ie Methodisten - sie warben aktiv unter den Sklaven unter dem Banner der Emanzipation. Eine scheinbar sehr bescheidene Schule wurde von der Kirche errichtet.


Das Versagen der Baumwollkultur
Das beginnende 19. Jahrhundert bescherte Exuma (und anderen Inseln in den Bahamas) seinen dritten und tragischen Wendepunkt in der Geschichte: die Baumwollmissernte. Es war eine langsame, schleichende Katastrophe für die Loyalisten und ab diesem Zeitpunkt schlugen ihre Vermögen einen konstanten Abwärtskurs ein.

Der ursprüngliche Mutterboden Exumas wies mit seiner dünnen Humusschicht auf Korallensand oder Korallgestein nur begrenzte Kapazitäten auf. Obwohl diese Bedingungen anfangs durchaus frisches Wachstum förderten, trugen die Loyalisten fast die gesamte Humusschicht ab, um Land für ihre Baumwollfelder zu gewinnen. So wurde der Mutterboden den starken Winden, den gelegentlichen Regengüssen und den seltenen Hurrikanen, die die Insel heimsuchen, ausgesetzt. Das Land wurde dann übermäßig bewirtschaftet und ausgelaugt, ohne die Möglichkeit, es wiederzubeleben, so dass die geschwächten Pflanzen zudem noch vom Chenillewurm, einem raupenähnlichen Wurm heimgesucht wurden, der den Baumwollfasern einen rötlichen Farbton verlieh.

Die Kolonialregierung versuchte dem entgegenzuwirken, aber alle Versuche blieben erfolglos. Untersuchungen wurden vorgenommen; prominenten Pflanzern wurden Fragebögen auf der Suche nach Meinungen und Ratschlägen zugeschickt; und das Parlament wurde beurlaubt, um den Abgeordneten die Möglichkeit zu geben, zu ihren gefährdeten Feldern zurückzukehren. Aber selbst die erfahrensten Baumwollpflanzer sahen kaum einen Hoffnungsschimmer für den weiteren Baumwollanbau. 1802 war die Vorherrschaft der Baumwollwirtschaft entgültig zuende und konnte nie wieder auf Exuma oder einer der anderen Inseln Fuß fassen. Die Pflanzer begannen abzuwandern. Einige gingen nach Nassau, um dort Geschäfte zu machen oder zu handeln, einige gingen nach England, andere kehrten in die Vereinigten Staaten zurück, wo sich das politische Klima für zurückkehrende Loyalisten inzwischen verbessert hatte. Eine Handvoll blieb auf Exuma, immer hoffnungsvoll, die Baumwollfelder wieder aufleben zu lassen, und einige hatten vermutlich keine anderen Alternativen. Es wurden Anstrengungen gemacht, die Ländereien zu verkaufen, aber unter den gegebenen Bedingungen kam es selten zu einem erfolgreichen Abschluss. In vielen Fällen wurden die Ländereien schlichtweg verlassen und die Sklaven wurden sich selbst überlassen.

Emanzipation
Etwa gleichzeitig mit dem Verfall der Baumwollplantagen, gewann die Absolutionsbewegung in England an Kraft und Energie. Dies führte zum vierten wichtigen Geschehnis, das die Zukunft Exumas bestimmen würde: die Befreiung der Sklaven. Angefangen im ersten Jahrzehnt des 19ten Jahrhunderts, fing das Parlament in England an, Resolutionen zu verabschieden, die den Sklavenhandel einschräncken,die Behandlung der Sklaven verbessern und den Sklaven gewisse Rechte einräumen sollten. Die meisten dieser Maßnahmen, die von den Kolonien in den westindischen Inseln bekämpft wurden, wurden von der Generalversammlung der Bahamas nur widerwillig ratifiziert und nicht wirklich energisch umgesetzt. Aber der Wunsch, die Sklaverei abzuschaffen, wurde immer stärker und das Endergebnis war vorhersehbar. Es gab verschiedene Vorfälle von Sklavenunruhen und 1829 kam es zu einer Revolte auf der Rolle Plantage auf Exuma.1833 mußte Gouverneur Smythe 55 bewaffnete Männer nach Exuma entsenden, um die Lage zu stabilisieren. Im gleichen Jahr wurde in England das Emanzipationsgesetz vom britischen Parlament verabschiedet.
Die Generalversammlung der Bahamas beugte sich dem Unvermeidbaren und erließ Gesetze, die die Sklaven befreien sollten. Eine sogenannte “Lehrzeit” sollte am 1. August 1834 beginnen, um 1840 zu kompletter Freiheit zu führen. Diese Lehrzeit war bedeutungslos, unmöglich zu verwalten und alle Sklaven wurden am 1. August 1838 befreit.

Zu dieser Zeit waren die alten Ländereien der Loyalisten bereits völlig vernachlässigt. Das Ende der Sklaverei zerstörte auch die letzte Hoffnung, auf der Insel eine funktionierende Landwirtschaft wiederherzustellen. Die meisten der Nachfahren der alten Loyalisten-Familien waren gestorben oder sind Jahre vorher schon abgewandert. Aber einige blieben und so gibt es beispielsweise noch heute etliche Exumianer, die Ihre Vorfahren bis zu Nicholas Almgreen zurückverfolgen können.

Die Sklaven waren jetzt frei, aber sie waren im Grunde auf ausgelaugtem Land ausgesetzt und hatten neben der Landwirtschaft kaum handwerkliche Fähigkeiten. Unter diesen Umstände konnte sie kaum existieren. Sie hatten die Namen Ihre Sklavenhalter übernommen und setzten die Arbeit auf dem Land zum eignen Unterhalt fort. Da Lord John Rolle mit Abstand der größte Landbesitzer und Sklavenhalter auf Exuma war, wird der Name Rolle von vielen auf Exuma mit Stolz getragen – es heißt, etwa ein Drittel der Bevölkerung trägt seinen Namen. In vielen Fällen wurden die Grundbucheinträge verwechselt, aber durch Kauf, Überlassung, Geschenk, Erbschaft oder Besetzung ging das meiste Land langsam in den Besitz der ehemaligen Sklaven und Ihrer Nachfahren über.

Es ist in der Tat ein Tribut an die Stärke und Willenskraft der Exumianer, die sich im folgenden Jahrhundert durchgesetzt, Familien gegründet und sich mit verschiedenen Hilfsprogrammen und Unterstützung von der Kolonialregierung über Wasser gehalten haben. Es im zweiten Weltkrieg und in den darauffolgenden Jahren begann sich der Tourismus zu entwickeln und bot somit einen Grad des Wohlstandes für die Insel. Mehr und mehr Besucher aus den Vereinigten Staaten und Europa kamen, um die Schönheit Exumas zu genießen. Wintergäste fingen an, sich wirtschaftlich bemerkbar zu machen. Jobs wurden geschaffen, örtliche Geschäfte gegründet und eine neue Ära des langsamen Wachstums fand ihren Anfang.

Unabhängigkeit

Zuguterletzt der fünfte Meilenstein in Exumas Geschichte: 1973 wurden die Bahamas eine unabhängige Nation und legten die letzten Kolonialverbindung mit Großbritannien ab. Der Übergang vom Kolonialstatus zu Unabhängigkeit wurde friedlich und ruhig vorgenommen, was den Einwohnern sehr zur Ehre gereicht. Die Bahamas sind jetzt eine Demokratie mit freien Wahlen, freier Presse und mit Exuma in bedeutender Rolle als eine der wichtigeren Inseln im Archipel.

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