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Exumas Geschichte - Loyalisten aus Amerika

Exuma History
The Lucayan Indians
The Loyalists from America
Failure of the Cotton Culture
Emancipation
Independence

Während des größten Teils des 18ten Jahrhunderts wurden die Bahamas, die mitten in den karibischen Seewegen liegen, von den Briten und Spaniern umkämpft - eine Angelegenheit, die erst mit dem Versailler Vertrag von 1783 beigelegt wurde. Mit diesem Abkommen gewann England das unumstrittene Recht auf die Bahamas, wofür es die Halbinsel Florida an Spanien abtrat.

Später, mit der Ankunft der britischen Loyalisten aus dem kolonialen Amerika (1783) erlebte Exuma seinen zweiten großen Umbruch. Mit der Einwanderung der Loyalisten begann eine neue Ära und der Grundstein für Exumas Geschichte wurde gelegt. Die amerikanische Revolution war zuende und das Ergebnis der britischen Niederlage war, das viele Kolonisten, die der britischen Krone treu geblieben waren, in große Schwierigkeiten gerieten. Des Landesverates angeklagt und für schuldig befunden, wurde ihr Eigentum  konfisziert, sie wurden von den Nachbarn geschmäht und waren gezwungen, die Kolonien zu verlassen, einschießlich Florida, das gerade vorher an Spanien abgetreten wurde. In dem Bemühen, seinen unglücklichen Untertanen auszuhelfen, bot die britische Regierung finanzielle Entschädigung und umfangreiche Landüberlassungen in den nahezu menschenleeren Bahamas an.

Etliche dieser gebeutelten Loyalisten kamen nach Exuma und da die meisten aus den Karolinen, Georgia und Florida kamen, war der Anbau von Baumwolle ihre Hoffnung für die Zukunft. England hungerte nach Baumwolle, zahlte hohe Preise und die Mühlen in Manchester waren voll ausgelastet, um die hohe Nachfrage zu befriedigen, was den Loyalisten die Möglichkeit bot, ihre Verluste in den amerikanischen Kolonien wettzumachen. Fast 15 Jahre lang, von der Mitte der 80er Jahre des 18ten Jahrhunderts bis zur Jahrhundertwende, blühte Exuma auf. Mit einigen wenigen Ausnahmen, war die gesamte Insel in loyalistische Länderein aufgeteilt, welche größtenteils per Brandrodung freigelegt wurden und welche Feld für Feld für den Baumwollanbau genutzt wurden. Diese neuen Landbesitzer brachten Ihre Sklaven aus den Kolonien mit auf die Insel, denn die Sklavenarbeit war notwendig, um die Baumwollwirtschaft blühen zu lassen. Weitere Sklaven wurden aus West-Afrika importiert und es gab einen kleinen Sklavenmarkt bei der damaligen Bowe's Taverne, von der es heißt, dass sie dort stand, wo das heutige Peace and Plenty Hotel steht.

In dieser wohlhabenden Zeit war  Exuma eine lebhafte Hafenstadt. Es gab mindestens zwei Händler, Walter Brown und Thomas Teffair and Co., bei denen es umfangreiche Lager von Kleidung, Lebensmitteln und Haushaltsgeräten aus England zu kaufen gab. Schiffe verließen den Hafen direkt in Richtung London und Liverpool, beladen mit Baumwolle und in vielen Fällen auch Passagieren. Und natürlich gab es auch einen lebhaften Bootsverkehr von und nach Nassau, dem Sitz der Regierung. Die Loyalisten, die inzwischen die Mehrheit der britischen Bevölkerung auf den Bahamas ausmachten, übernahmen langsam aber sicher - nach etlichen politischen Machtkämpfen - die Führung der Generalversammlung. Exuma war mit drei gewählten Mitgliedern seit 1784 in der Versammlung vertreten. Etliche Exumianer nahmen eine prominente Stellung in der Politik der Kolonie ein und John Kelsall, aus Little Exuma, wurde 1794 zum Sprecher der Versammlung ernannt.

Es gibt keinen Hinweis darauf, dass die Plantagenhäuser auf Exuma in irgendeiner Weiser groß oder imposant waren. Vielleicht beschlossen die Loyalisten erst einmal mit bescheidenen Behausungen anzufangen, bevor sie später, wenn die neuen Geschäfte florierten, erweitert oder neu gebaut werden könnten. Die vermutlich umfangreichsten Anlagen der Ära waren das Kelsall Anwesen auf Little Exuma und die Anwesen auf Crab Cay, von denen angenommen wird, dass sie von William Walker erbaut wurden. Viele der alten Mauern und Fundamente anderer Anwesen können noch heute auf Exuma entdeckt werden.

Über die gesamte Länge von Great und Little Exuma wurde eine Straße gebaut, die ziemlich genau dort verlief, wo auch heute der Queen's Highway verläuft. Jeder Landbesitzer war für den Teil der Straße verantwortlich, der durch sein Grundstück lief, was dazu führte, dass sie nicht immer in gutem Zustand war. Während der meiste Verkehr auf der Insel per Pferd stattfand, waren einige Anwesen, die auf der Rückseite der Insel lagen, auf den Transport per kleinem Segelboot entlang der Küste angewiesen.

Einige der Exuma Loyalisten hatten Ländereien hier, verbrachten aber einen Großteil Ihrer Zeit in Nassau mit Handel, Geschäften oder der Juristerei und ließen Ihre Baumwollgeschäfte von einem Aufseher leiten. Andererseits gab es aber auch Vollzeitbürger auf der Insel und die prominenteren von ihnen könnten mit einer Art Exuma Handelskammer verglichen werden. Sie zeigten ein aktives Interesse an den Angelegenheiten der Insel, dienten als Straßenkommissare, in einem Kommitee für den Bau einer Kirche, als Abgeordnete in der Generalversammlung, usw. Die Akten dieser Zeit sind voll mit solch Namen wie John Kelsall, Jacob Winfree, Charles Dames, Thomas Forbes, John Mowbray, Walter Brown, Nathaniel Hall, Nicholas Almgreen, William Clarke, Martin Jollie, Benjamin Morley und John Stewart.

1791 wurde der Generalversammlung in Nassau ein Gesetzentwurf vorgelegt, "um ein Stück Land auf der Insel Exuma zu erwerben und dort eine Stadt zu gründen." Das Gesetz wurde 1792 verabschiedet und die Stadt 1793 gegründet. Der neue Ort wurde nach König George III von England "Georgetown" benannt (damals in einem Wort geschrieben). 

Damals war die Anglikanische Kirche, in der auch die Loyalisten den Gottesdienst besuchten, Staatsreligion. Die Gesellschaft für die Verbreitung des Gospels, die anglikanische Missionsorganisation, schickte 1787 den Reverend Twining nach Exuma. Nach der Betreuung durch verschiedene Missionare wurde 1802 eine Kirche errichtet und geweiht. Die heutige St. Andrew's Kirche soll die dritte Kirche auf diesem Standort sein. Die Anglikaner kümmerten sich nie um die Sklaven und erst in den früher 1880er Jahren entwickelten sich "abtrünnige" Kirchen - die Baptisten und ie Methodisten - sie warben aktiv unter den Sklaven unter dem Banner der Emanzipation. Eine scheinbar sehr bescheidene Schule wurde von der Kirche errichtet.

Das Versagen der Baumwollkultur >

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